Zwischen Ohnmacht und Handlungsfähigkeit
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Zwischen Ohnmacht und Handlungsfähigkeit
Therapeutische Interventionen bei Klimaangst, politischer Unsicherheit, Schuld und gesellschaftlicher Überforderung
Seminar für die therapeutische und beratende Praxis
Klimakrise, politische Konflikte, gesellschaftliche Polarisierung, Krieg und globale Unsicherheit können Gefühle von Ohnmacht, Überforderung, Schuld und Zukunftsangst auslösen. Diese Themen finden zunehmend Eingang in die therapeutische und beratende Praxis.
Wie können wir Menschen in solchen Belastungssituationen hilfreich begleiten, ohne ihre Gefühle zu relativieren, ihre Ohnmacht zu verstärken oder vorschnell Lösungen anzubieten? Welche Interventionen geben Halt und Orientierung und eröffnen zugleich neue Handlungsspielräume?
Das Seminar vermittelt ressourcen- und lösungsorientierte Interventionen, die belastende Gefühle ernst nehmen und zugleich den Blick auf persönliche Werte, vorhandene Ressourcen und konkrete Einflussmöglichkeiten richten. Im Mittelpunkt steht die Unterscheidung zwischen dem, was außerhalb der eigenen Kontrolle liegt, und dem, worauf wir Einfluss nehmen können. Ziel ist es, auch unter belastenden Bedingungen Orientierung zu ermöglichen und vorhandene Handlungsspielräume zu erschließen.
Inhalte
- Ohnmacht verstehen: zwischen realer Begrenzung, Überforderung und subjektivem Kontrollverlust
- Stärkende Interventionen entwickeln, ohne zu bagatellisieren oder vorschnell zu beschwichtigen
- Komplexe Zusammenhänge verstehen, ohne von ihnen überwältigt zu werden
- Klimaangst, Zukunftssorgen und ökologische Schuld therapeutisch begleiten
- Handlungsspielräume entdecken und den Übergang von „Ich kann nichts tun“ zu konkreten Möglichkeiten unterstützen
- Ressourcen, persönliche Werte und Selbstwirksamkeit stärken
- Verantwortung, Kontrolle und persönliche Einflussmöglichkeiten differenzieren
- Eigene Haltungen, Betroffenheiten und Reaktionen in der professionellen Beziehung reflektieren
Ziel
Die Teilnehmer:innen erweitern ihre therapeutischen und beratenden Kompetenzen im Umgang mit Ohnmacht, Überforderung und Zukunftssorgen. Sie lernen, belastende Erfahrungen differenziert einzuordnen, hilfreiche Interventionen gezielt einzusetzen und Klient:innen dabei zu unterstützen, Orientierung, Selbstwirksamkeit und individuelle Handlungsspielräume zu entwickeln.
Methoden
Kurze theoretische Inputs werden mit Fallbeispielen, Reflexionsübungen und konkreten Gesprächssituationen verbunden. Die Teilnehmer:innen erproben ausgewählte Interventionen und reflektieren deren Anwendung und Übertragbarkeit auf die eigene Praxis.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Psychotherapeut:innen, Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen, Sozialpädagog:innen und Berater:innen, die Menschen in herausfordernden persönlichen, gesellschaftlichen oder beruflichen Situationen begleiten.